Sonntag, 03.06.2012

Last but not least Delhi....

...oder eine nimmer endend wollende Shoppingmeile.

Ja das war wohl mein Mainpoint: Shoppen bis die Schuhe qualmen. Und ja verdammt ich hab doch tatsächlich letztlich alles bekommen und geschafft. Gerade noch ein 10 kg Packet nach Deutschland geschickt, also alles perfekt.

Ich kenne wohl jetzt jeden Markt und jeden Hight-Level Shopping Park inn und auswendig.

Ja ansonsten war ich wirklich lange in Delhi. Um die 10 Tage. Aber es ist schon ein nettes Gefühl so lange an einem Platz zu sein und die Leute zu kennen und Smalltalk an dem und jenen Eckchen zu halten.Meine Travellerchecks haben doch auch tatsächlichw ieder zu mir gefunden!! Ich hab sie in der Farm im Safe liegen gelassen- na immerhin sicher;)

Und der Farmer hat sie nach Delhi geschickt wo ich sie schon heiß und innig erwartete (dank der netten Dame von Honeywell in Delhi;)).

Delhi hat ein super Metrosystem. Herrlich Metro ist sauber, kalt, schnell und billig. Genau wie in London oder anderen großen städten überaus unindisch!! (liegt vielleicht daran das ein Japaner sowie ein Deutscher die Planung der Metro hatten;))

Ich halte mich etwas kürzer. Ich geh gleich nur ein Abschiedsbier trinken, morgen so um 5 gehts zum Airport und um 9:50 (also bei euch 6:20) sollte der Flieger gehen!

Meine letzten Eindrücke:

Lotus Tempel Lotus Tempel An was erinnert dieses nette Grabmal?

 

......

 

 

 

Dienstag, 15.05.2012

Jaipur

Am 15.05 sollte der Vipassana-Meditationszentrum Jaipr, der Hauptstadt Rajahstan losgehen. Die Fahrt nach Jaipur war schrecklich. Ich bekam leider nur noch Bustickets, alle Zugtickets waren ausverkauft. Dumm wenn in Indien auch zwei Monate Schulferien sind und ich genau in der Zeit in Indien bin. Es ging also vom Berg runter zurück zunächst nach Delhi. Kotzübel war mir, auch die Reisetabletten haben leider nichts geholfen und das trotz teurem Air-Condition-Volvo Bus. Lustiger weise hat der nette Mann der mir das Ticket verkauft hat pm und am verwechselt, so dass wir zwar um 6 (pm)Uhr Abends losfuhren aber nicht um 6 pm ankamen, sondern schon um 6 am. Ich war natürlich noch tief und fest am schlafen, so dass meine Sitznachbarin mich wecken musste. Total verpeilt stand ich am Straßenrand in Delhi und natürlich war ich auch nicht am Busbahnhof wie mir gesagt wurde, sondern tatsächlich an irgendeiner Straße. Und wie wars auch anders zu erwarten wurde ich sofort Opfer eines hinterlistigen Tuk-Tuk Fahrers. Ich wollte an den Busbahnhof. Preis schien okay. Aber phaaa anstatt Busbahnhof wurde ich an ein anderes Reisebüro gebracht. Also durfte ich jetzt hier ein Ticket (für wahrscheinlich das doppelte von dem Preis am Busbahnhof) bezahlen und der Bus nach Jaipur war echt nicht toll. Irgendeine private Busgesellschaft.

Die einzige beruhigende Sache. In Jaipur wartete ein großartig nobles Zimmer auf mich. Eine Nacht wollte ich mir etwas gönnen und hatte mir ein Zimmer reserviert, nahe dem Meditationszimmer, was zwar im Preis alle Gästehäuser, Hotels etc. schlug aber auch an Luxus bisher nicht überboten wurde.Ja und so brachte ich dein Tag größtenteils in meinem Zimmer, der Movie Channel zeigte Mr. & Mrs. Smith.

 

Am nächsten Tag gings ins Meditationszentrum. Einchecken, Zimmer aufsuchen und alle wichtigen persönlichen Gegenstände abgeben unter anderem Handy, Netbooks, Bücher, Musik. Eigentlich blieben einem nur die Kleidung und die Kosmetikprodukte. Abends gabs dann noch ein Essen in netter Plauderrunde und wir lernten unsere Lehrer kennen. Es gab einen Lehrer für die Frauen und einen für die Männer (auch die Sitzplätze im Saal waren getrennt, ebenso gab es seperate Essenssäale).

Ab dem nächsten Tag hieß es nicht nur um 4:00 aufstehen, nein es herrschte auch „noblie silence“. Zehn Tage herrschte dann dieser strikte Tagesablauf:

 

4:00                    nerviges, unüberhörbares Geklingel einer kleinen goldenen Glocke

4:30- 6:30            Meditation im Saal oder im eigenen Raum/ Zelle

6:30-7:15             Frühstück

7:15-8:00             Pause

8:00-9:00             Gruppenmeditation im Saal

9:00-11:00           Meditieren im Saal oder Raum/Zelle nach Anweisung des Lehrers

11:00-12:00        Mittagessen

 

12:00-12:30        Fragen an den Lehrer (Optional)

12:00-13:00        Pause

13:00-14:30        Meditation im Saal oder im eigenen Raum/ Zelle

14:30-15:30        Gruppenmeditation im Saal

15:30-17:00        Meditieren im Saal oder Raum/Zelle nach Anweisung des Lehrers

17:00-17:30        Teepause

17:30-18:00        Pause

18:00-19:00        Gruppenmeditation im Saal

19:00-20:30        Lehrer Diskurs, separat für die Englischsprachigen

20:30-21:00        neue Instruktionen des Lehrers

21:00-21:30        Fragen an den Lehrer (Optional)

21:00                 Im Raum aufhalten, Licht aus

 

Soso war das also 10 Tage. Die wichtigsten Sitzungen waren die Gruppenmeditationen im Saal. Ab dem sechsten oder siebten (es viel mir schwer die Tage auseinanderzuhalten!) bekam die Teilnehmer des Anfängerkurses eine eigene Zelle zum meditieren. Das sah dann so aus:

 

Zelle

 

Ich kam morgens um 4.30 zum meditieren in den Saal (anders wäre ich eh nur ins Bett gegangen;)) und um 13:00-14:30 blieb ich dann in meinem Zimmer bzw. in der Zelle.

Man könnte ja jetzt denken, dass die 10 Tage nicht anstrengend waren, weil wir nichts zu tun haben, aber das stimmt leider überhaupt nicht. Wir saßen insgesamt um die 10 Stunden auf einem Kissen (oder mehreren) auf dem Boden. Die Beine schmerzten (man sollte wenn möglich im Schneidersitz sitzen), der Rücken tat weh und dabei dann bitte nur auf den Atem konzentrieren……Ahhhhhh…..

Der vierte Tag war für mich der Härteste. Ale Frauen um mich herum begannen sich auf Stühlen (die hatten allerdings meistens keine Beine) zu platzieren und am fünften Tag gab ich mich dann auch geschlagen. Oh Gott noch nie war ich so glücklich zu sitzen. Großartig. Die nächsten Tage des Kurses waren ein Kinderspiel und meine Konzentration war auf Hochtouren.

Der Inhalt des Kurses ging in den ersten drei Tagen darum seine eigene Konzentration auf seine Atmung und den Bereich seiner Nase zu legen. Alle anderen Abschweifungen der Konzentration sollten erkannt und die Gedanken wieder zurück zur Atmung gelenkt werden. In den folgenden Tagen wurden dann andere Gedankenlenkungen geübt.

Zwar hatten wir immer zwei „echte“ Lehrer vorne sitzen, doch jegliche Anweisungen kamen immer über Band oder Film von einem sehr lustigen, alten Mann namens Goenka. Hier ein kleiner überaus belustigender Ausschnitt.

 

http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DJS1PhpbLvGw&h=cAQHKy8KpAQG7g2gBXfTcJVxI2ruK-IZFh5bXSIqZukp-Dw

 

Nicht selten viel es der Gruppe schwer, bei dem Film der jeden Abend mit ihm ab 19:00 gezeigt wurde,  nicht in lautes Gelächter zu verfallen. (Man hatte ja sonst nix.)

Die Tage gingen schnell und schnell war die letzte Gruppenmeditation gekommen und man wusste nun jetzt dürfte man eigentlich wieder reden. Komisch war das. Was sagt man denn zu seiner Nachbarin, die schon zehn Tage neben einem saß? Nun schnell ging das indische Geschnatter loss und alle waren total unter Endorphin-Schock. Alles war auf einmal so lustig. Und man erzählte sich Geschichten der letzten zehn Tage. Mal wieder hatte ich einen Skorpion im Zimmer, den ich raus gekehrt hab. Oder gar die Geschichte von den Affen die mein Zimmereingang blockierten und ich ein Kinderäffchen ausversehen in diesem Flur einsperrte:

Behausung

War ein super Erlebnis. Anstrengend aber gut! Würde es gerne nochmal in Deutschland machen, jedoch haben die „Wiederholungstäter“ dann noch härtere Regeln, wie schlafen ohne Bett und kein Essen nach 12:00. Nett ist auch der Gedanke das der ganze Kurs (inklusive Verpflegung und Unterkunft) umsonst und nur auf Spenden Basis funktioniert.

 Die indischen Schnattertanten:), Dhamme Gebäude- unsere Meditationshalle Dhamme Gebäude

 

Nach dem Kurs blieb ich noch drei Tage in Jaipur. Sightseeing, das Übliche eben. Erst jetzt merkte ich wie SCHRECKLICH heiß Jaipur eigentlich ist!!! Rajasthan ist ein Wüstenstaat und schon andere Traveller fanden es furchtbar amüsant, dass ich zu dieser Jahreszeit in Jaipur bin. Es ging ein guter Wind, der aber so heiß war, dass er in den Augen schmerzte. Da ich jetzt wo ich in Delhi bin erfuhr dass es hier schon um die 45 Grad heiß ist, muss es in Jaipur um die 50 Grad gewesen sein!! Nachts zu schlafen war ein anstrengender Akt.

Wir schauten uns am ersten Tag in Amber, das nahe bei Jaipur gelegene Fort an. Wirklich riesen groß und sehr beeindruckend.

Palast (hinten links ganz klein das Fort) unglaublich aber wahr, eins meiner ersten Kamele die sind auch wieder am Start. Aussicht auf die Fort Mauern Innenansicht des Forts und die Mauern nochmal

Abends gings dann ins größte Hindi Kino Indiens….Ganz schön groß und laut wars. Leider wars eher ein Action und Baller Film und die Tanzscenen waren mau. Trotzdem gabs einiges Gepfeife und Geklatsche (ich erwähnte bestimmt schon mal, dass die Inder im Kino die reinste Party feiern?).

Hier eins meiner momentanen Lieblings Hindi-Movie-Songs (in dessen Film ich in Varanasi war):

http://www.youtube.com/watch?v=0PAhhDcqpzc

 

Dann wäre wohl noch der Citypalast in Jaipur zu erwähnen. Groß, hübsch und sehenswert (sorry langsam gehen mir die Beschreibungen aus).

Citypalast Citypalast Citypalast

Und ebenfalls sehr interessant war dieses Observatorium. Aber wenn dann nur mit Guide. Ich hatte einen sehr Netten, der mir alle Geräte wunderbar erklärte. Wirklich erstaunlich.

 

Sonnenuhr, man addiere nur 24 Minuten dazu- da Jaipur 24 Minuten vor der indischen Zeit ist mein Sternzeichen kann wohla uch irgendwie abgelesen werden XXL Sonnenuhr

 

Und das wars auch schon vom viel zu heißen Jaipur. Ach was vielleicht noch zu erwähnen wäre. Das ich ERST! In Jaipur zwei wundervolle Geschäfte entdeckte. Fabindia und Anokhi. Naja, mein Geldbeutel bedankt sich. Dennoch war ich hier wohl das erste Mal richtig shoppen und habe mich sogleich in diese beiden Geschäfte verliebt.

 

Gut das es nach Delhi geht und Delhi nur mindestens 4 Fabindias hat.

 

Auf gings zu den letzten indische Tagen in Delhi.

Montag, 14.05.2012

Eilmeldung:)

Hallo, Hallo....

Ganz kurz, sehr wenig Zeit:

Amritsar war nicht so meine Stadt. Auch wenn die Sehenswuerdigkeiten nett waren.

Mc Leod Ganj war stattdessen mal wieder wunderbar und sehr schoen. Leider, wie fast immer in den Bergen, gabs sehr oft Stromausfall weswegen ich nicht schreiben konnte.

(Berichte werden nachgeliefert;))

Jetzt bin ich schon wieder in Jaipur um ab heute Mittag ein Vipassana Kurs zu besuchen. Meint kein schreiben, lesen und reden- 10 Tage lang.....Also etwa zwei Wochen kein Lebenszeichen....

 

Good bye, liebe Welt!

Freitag, 11.05.2012

Mc Leod Ganj

 

Und juhu wieder einmal gings hoch in die Berge, nicht ganz so hoch wies letzte Mal aber immerhin so hoch das unser Bus von Amritsar nach Mc Leod sich überhitzte und sich eine kurze indische Massenpanik im Bus ausbreitete. War jedoch mehr lustig als gefährlich. Als aus dem Fahrerraum Qualm aufsteigte wollten alle indischen Frauen (ich natürlich nicht;)) aus dem Bus rennen. Ein Schweitzer, denn ich später noch besser kennenlernen sollte schrie daraufhin das sie sich wieder hinsetzten sollten und dann wurde es zum Glück schnell wieder ruhig und ein lautes Gelächter brach aus. Nun der Bus war auf jeden Fall feddisch, das hieß aussteigen und 10 „indische Minuten“ auf einen Ersatzbus warten. Natürlich verging eine halbe Stunde, eine Stunde und dann kam bald ein Bus. Ich war positiv überrascht nach meinen Erfahrungen hätte das auch gut und gerne nochmal eine Stunde dauern können.

mein hinterer Sitznachbar der Versuch zu Kühlen ist wohl schief gelaufen dafür gabs dann den Ausblick

 

Nun in Mc Leod angekommen hatte ich mich schon telefonisch mit Julia und Benno in Verbindung gesetzt. Zwei Deutsche die ich in Varanasi kennen lernte und die schon eine Weile in Mc Leod waren. So hatte ich schon eine spott billige Unterkunft für die nächten Tage. Die zwar etwas abseits war aber wunderschön gelegen.

Ausblick vom Balkon

 

So was gibt’s von Mc Leod zu berichten. Nun wir befinden uns in einer überaus buddhistischen Hochburg. Der gute Dalai Lama ist wohl hier zu Hause und wenn man viel Glück hat kann man ihn zu gewissen Tagen auch persönlich sehen. Hatte ich aber nicht. Ich schaute mir das bekannte Kloster an und sah die Mönche debattieren. Sehr interessant. Alle stehen paarweiseherum und diskutieren, wobei sie entweder mit dem Fuß stampfen oder klatschen um ihren Argumenten mehr Ausdruck zu verleihen. Ein Mönch sitzt, der Zweite steht.

Diskussionsrunde Tsuglagkhang TempleTsuglagkhang Temple

Zweimal bin ich mit Julia in eine Diskussionsrunde der Mönche gegangen. Das war jedoch ein wenig anders. Es wurde ein Thema vorgegeben und dann sollte sich je ein Ausländer mit einem Mönch zusammentun und über ein gewisses Thema auf Englisch diskutieren. Das sollte dazu dienen, dass die Mönche etwas mehr mit der Englischen Sprache in Kontakt kommen und gehört zum Teil ihrer Ausbildung.

Zu dem buddhistischen Kloster gehört auch ein tibetisches Museum das super interessant war. Ich lernte in den Tagen sehr viel über die politischen Verhältnisse zwischen Tibet und China. Auch unter anderem, weil wir jeden Abend in einem Restaurant aßen, das Filme zu diesem Thema zeigte.

 

Ahhh und zwei tibetanische Kochkurse habe ich in McLeod besucht.  Einen für Momos und einen für tibetisches Brot.

unser KochlehrerMiami, Brot & Kekse

 

So und zu guter Letzt muss ich euch noch mit ein paar wunderschönen Naturbildern zu spammen. Mc Leod war einfach wunderschön und die Natur ein Paradies

 

 

Und auf gings nach Jaipur…….

 

 

 

 

 

Donnerstag, 10.05.2012

Amritsar

So meine Lieben ich befinde mich zwar gerade in Jaipur, aber dennoch ein kleiner Rückblick auf Amritsar. Gerade habe ich mal endlich etwas Zeit, denn es ist erst 7 Uhr am Morgen und alle schlafen noch tief und fest.

 

Amritsar war für mich keine sonderlich schöne Stadt. Der Tempel ("golden tempel") war allerdings großartig. Ich habe im golden tempel (bzw. in einem der Schlafräume auf dem Gelände des Tempels.)übernachtet. Auch eine interessante Erfahrung. Man kann dort umsonst schlafen in Schlafräumen- gegen Spende. Die ganzen Backpacker wie ich hatten einen separaten Raum. Die Betten bestanden jedoch im Prinzip aus einer Holzplatte mit Beinen. Die Inder schliefen in einer riesigen Halle unter freiem Himmel, also mehr ein Hof und natürlich auf dem Boden.

Der Tempel an sich ist ein Sikhs Tempel. Eine Religion die in dem Staat Punjab gegründet hat. Ich bin mir nicht sicher aber soweit ich weiß ist es eine Mischung aus den Religionen des Hinduismus und des Buddhismus. Es gibt zwar nur einen Gott, jedoch glauben sie an Wiedergeburt und Karma. Leicht zu erkennen sind sie alle male, denn die Männer tragen wunderschöne, farbige Turbane die sie speziell zusammenbinden. Man konnte zu jeder Tageszeit Essen und Chai zu sich nehmen und das umsonst!!! Chai im golden tempel

Da die  Sikhs an die Gleichheit aller Lebewesen glauben ist es ihnen wichtig, dass alle Menschen ihre Mahlzeit zusammen einnehmen können (Bye, bye Kastenwesen). Zweimal am Tag (um 10:00 pm und um 4:00 am wird ein heiliges buch der Sikhs von einem Ort zu einem anderen gebracht. Nette Zeremonie, die für die Sikhs sehr viel bedeutet.

golden tempel by night Eingang, rechts Kantine, hinter mir die Schlafräume Warten...warten..warten. Tempel von Innen

 

Desweiteren habe ich in Amritsar einen Tagesausflug an die pakistanische Grenze gemacht um den traditionellen Militäraufmarsch zu sehen.

Sehr interessant und beeindruckend wie die Inder ihr Land und auf der anderen Seite die Pakistanis wiederrum ihr Land feiern. Ich muss gestehen ich hatte etwas Gänsehaut. Die Inder haben getanzt, gesungen und ihre Flaggen geschwungen und die Musik war super laut. Natürlich war es wieder ein Heiden Theater überhaupt zur Tribüne zu gelangen. Es gab drei Gates und die Inder drängelten, quetschten und drückten am ersten Gate was das Zeug hielt. Und mal wieder warten...

Die Frauen durften zu erst rein, aber als wir drinnen waren kamen nach weniger Zeit die Männer an uns vorbei gerannt. Das zweite Gate war ziemlich relaxt, nichts Spezielles und am dritten Gate wurde dann wieder gewartet. Da wurde ich dann aber gefragt ob ich Ausländer sei und schon durfte ich vorbei, die Ausländer hatten nämlich eine abgetrennte Tribüne.

 

Ramba-Zamba Party links Pakistan, rechts Indien

 

Wie gesagt ich fand Amritsar an sich sehr hässlich, weshalb ich auch nur eine Nacht blieb und am nächsten Tag gleich weiter mit einem Bus nach Mc Leod Ganj fuhr.

Habe in Amritsar mal wieder eine andere nette Backpackerin kennengelernt, die gerade Praktikum in Delhi macht, also habe ich wieder Connections nach Delhi, wenn ich in bald meine letzten Tage in Delhi verbringe.

 

 

Samstag, 05.05.2012

Rishikesh

Hallo Rishikesh-Hallo Uttarakhand....

Endlich da und hui was fuer ne feine Luft. Ich befinde mich jetzt wieder etwas hoeher und die Hitze hier ist endlich wieder annehmbar und ertraeglich!

Die Zugfahrt war mal wieder sehr amuesant. Eine indische Grossfamilie war sehr interessiert an mir und die Muetter bequatschten solange ihre Toechter auf Hindi, bis diese mich endlich trauten auf Englisch anzusprechen. Und dann hatte ich keine ruhge Minute mehr, weil das tzpische indische "Wir haben noch nie mit einem weissen Auslaender gesprochen" anfing. Es ist ja ganz nett aber irgendwann will man dann dochmal seine Ruhe haben und ich glaube die Inder sind da manchmal etwas, mhm wie soll ich sagen, vielleicht abgehaertet auf Grund ihrer staendigen Reizueberflutung? Auf jeden Fall wurde ich bis zu unserem gemeisamen Ziel ausgehend interviewt und bekam dann zum Dank scheussliche indische Nelkensuessigkeiten geschenkt. Aber nicht desto trotz waren sie ja doch nett. Ist halt etwas anstrengend wenn man muede ist.

Ich kam dann recht spat am Abend in meinem Hotel an, das auf dem Berg in Rishi steht (danke Julia fuer den Tipp) und am naechtenMorgen sollte ich auch sehen in welchem Naturparadies ich gelandet bin.

Fruehstuecksausblick auf den Ganges

Also mein Hotel war mal wieder 1A. Nicht zu teuer, tolles restaurante und sogar Wifi...:)

Ich blieb ganze 6 Naechte in Rishi und muss sagen viel hab ich nciht gemacht. Nach den letzten vielen Tempel und Staedtereisen wolle ich einfach nur mal wieder ein bisschen relaxen.

Was ich mir jedoch nciht entgehen lassen wollte waren beide Bruecken die Rishi zusammenhalten und EIGENTLICH nur zu Fuss zu ueberqueren sind. (Vermutlich zaehlen Mopets und Mottorraeder sowie Kuehe mit zu dem Fussvolk).

-ohne Worte- Lax Bruecke Ganga View I. Ganga View II.

Der Ganes in Rishi  ist wirklich kaum zu uebertreffen. Das Wasser ist klar und sauber, wenn auch scheisskalt! Kein Wunder wenn das Wasser direkt vom Kletscher kommt!

Dennoch war ich zweimal darin baden. In der indischen Mittagshitze eine willkommene Abkuehlung!

Badestrand

Ansonsten konnte man in Rishi noch recht gut shoppen. Ich habe tatsaechlich erst hier nach 4 Monaten mein erstes indisches Kleidungsstueck gekauft. Ein Longhi, tragen traditionell eher die Maenner aber es ist so praktisch das die Frauen unter den Touristen es auch tragen! Es ist ein Tuch das sich um die Beine gebunden wird. Bild wird nachgereicht.

Lustigeweise habe ich mal wider Tatina in Rishi getroffen und noch lustiger an ihrem letzen Tag in Indien. So ein verrueckter Zufall mal wieder. Wir haben uns das erste mal in Goa am Flughafen getroffen und uns ein taxi nach Anjuna geteilt und jetzt sehe ich sie an dem Tag an dem sie nach Delhi zum Flughafen muss. Zufaelle gibts schon.

Und leider erinnert mich das natuerlich auch daran das ich heute genau in einem Monat in Deutschland stehen werde. Am 5.5 Morgens um 6 Uhr nochwas stehe ich am Frankfurter Flughafen. Vermutlich wird es mir nicht anders gehen wie die ersten Tage in Indien, in denen ich es nicht glauben konnte da zu sein. Wirklich weird.

Aber zurueck zu meinem momentanen Aufenthaltsort.

Rishi nennt sich gerne die Weltstadt des Yogas, Meditation, Massage, Ashrams und Co. Auf Yoga und Meditation hatte ich in der Woche nicht so viel Lust. Aber Massagen habe  ich mir gleich zwei geholt. Die erste war eine Ganzkoerpermassage mit Oel. Herrje die Inder und ihr Oel in den Haaren. Bis man das mal rausgewaschen hat. Aber echtentspannend wars:)

Ashram An der Lax Bruecke Ashram an der Ram Bruecke-Hanuman

So und die zweite Massage war das krasse Gegenteil. Ein kleiner Japaner hat zwei Stunden auf meinen Koerper eingedraescht, so dass sich meine Waden danach zwar wie ein Babypopo anfuehlten, aber mein Ruecken aussieht als waere ich schlimm misshandel worden. Nichtsdestotrotz gehts meinem Ruecken so gut wie lange nicht mehr und was dieser kleine Japaner in seinem Kloster in Japan gelernt hat wuesste ich gerne mal.

So heute Abend werde ich hier aufbrechen. Dann geht es mit einem Nachtzug nach Amritsar zum Goldenen Tempel.

In Rhishi werde ich mir heute noch einen huebschen Wasserfall anschauen, sowie den Beatels Ashram. Die Beatels sollen hier naemlich einige Wochen zugebracht haben und einige ihrer groessten Hits geschrieben haben.

So idyllisch das hier auch ist-kein Wunder:)

Dienstag, 01.05.2012

Zwischenstopp: Delhi

So als ich dann am Bahnhof in Agra auf den Zug nach Rishikesh wartete sagten mir mehrere Leute das der Zug wohl eine Stunde später käme. Nun gut wartete ich also. Als ich mich dann mal wieder nach meinem Zug erkundigte, stellte ich fest: Tja kam er doch nicht wirklich zu viel zu spät und er war natürlich shcon weg und natürlich auch an einem anderen Gleis. Danke! Tja was machen. Noch länger in Agra wollte ich nciht rumhängen und so kurzfristig gabs nur Züge die Tage nach Rishikesh gebraucht hätten. Theresa, mit der ich mir in Agra einen Raum geteilt hatte war auf dem Weg nach Delhi und da Delhi auf dem Weg nach Rishikesh lag entschloss ich mich den nächsten Zug nach Delhi zu nehmen und dort schonmal die Lage abzuchecken (ich würde ja Anfang Juni wieder kommen, bevor ich nach Deutschland fliege). Also rief ich Theresa an und schon saß ich im nächsten Zug nach Delhi. Theresa war natürlich überaus begeistert mich zu sehen und so hatten wir nochmal drei lustige Tage mit shopping und kleineren Sightseeings.

Einen ganzen Tag hatte ich mich damit rumgeschlagen eine neue Baterie für mein Netbook zu suchen. Denn ein teil der mich in Indien wirklich mehr als ankotzt, ist die Tatsache das die Stromverbindung hier so beschissen ist, das es alle Elektrogeräte oder zumindest deren Akkus oder wahlweise Ladegeräte zerfetzt. So musste wie gesagt mein Netbook Akku dran glauben, ebenso wie mein Ladegerät meiner Kamera. Letzteres konnte ich gott sei Dank ersetzten. Aber trotz Delhi, trotz Neru Place (an dem sich ein Computer Laden an den nächsten reiht) keine Chance. Ist aber auch irgendwie nur logisch, das wenn die Europäischen Elektrogerät hier den Geist aufgeben sie nicht die gleichen verwenden können. Tja, wie auch immer so hatte ich einen recht anstrengenden und verschwendeten Tag in delhis Computermeile verbracht.

Ein Gutes hatte mein Abstecher in Delhi aber auch. Ich ließ meine Tablas, die ich die letzten zwei Wochen mit mir rumschleppte in Delhi in meinem Hotel. So kann ich jetzt zwar nicht mehr üben, aber mein Rücken (ebenso wie meine zukünftige Nachbarn) sind vermutlich dankbar.

Nun freue ich mich auf Rishikesh. Endlich wieder etwas kühler und da derGanges dort entspringt kann man dort sogar baden!!

Samstag, 28.04.2012

Agra

Nun wenn der "Ottonormalverbraucher" an Indien denkt, dann denkt er wohl als Erstes ans Taj Mahal. Doppelt so viele Touristen, wie Agra Einwohner hat, pilgern jährlich zum Taj.

Wahrscheinlich kennen aber nur die wenigsten die Geschichte vom Taj. Nun ganz kurz: Es gab ein Mongulmännchen, der eine seiner drei Mongulweibchen so sehr liebte, das er das Taj als Grabstätte für sie erbauen ließ. Bisschen lustig finde ich das er alles sehr akkorat und genaustens spiegelverkehrt auf beiden Seiten erbauen lassen hat. Als er dann aber starb, und ebenso im Taj beigesetzt wurde, wurde sein Grab noch neben das seiner Frau gequetscht, so dass die Geometrie am A**** war. :)

Um in das Taj reinzukommen darf man als Ausländer erstmal ordentlich was zahlen. 750 Rupien- okay sind trotzdem nur 13 Euro aber für indische Verhältnisse ist es aber ein haufen Holz und da mir es völlig abhanden gekommen ist in Euros zu denken ist es auch für mich ganz schön teuer. Zum Verglich die Inder bezahlen 20 Rupien Eintritt, sprich 40 Cent!

Egal man gönnt sich ja sonst nix und ich muss gestehen ich war sogar zweimal drin. Zur Mittagszeit und da ich mir das Taj nochmal bei Sonnenaufgang ansehen wollte nochmal um 6:00 am nächsten Morgen. Es ist wirklich wunderschön das lässt sich nicht bestreiten! Der weiße Mamor der nur aus Rajasthan impotiert werden kann ist beeindruckend.

Eingangsgate Lady Dianas chair:D Das Imitat der Grabkammer Blick vom Taj aus Blick vom Park (Norden) aus Und bei Nacht

 

Leider spiegelt sich das Taj in ganz Agra im Preis wieder. Mein Gästehaus war zwar mehr als schön und sauber und all das, aber sowas von Geldgeiles Personal ist mir in ganz Indien noch nicht begegnet. Ich hatte von meiner Dachterasse einen direkten Blick aufs Taj. Das muss ihnen zu Kopf gestiegen sein!

Frühstüchsplatz inklusive Besucher

Eigentlich wollte ich nur zwei Nächte in Agra bleiben, da mir fast alle sagten (sorry Jane zumindestens sagten das alle bevor ich in Agra war) das sich in Agra nur das Taj lohnt zu bestaunen. Also habe ich wie gesagt zweimal das Taj bestaunt, war einmal in einem Park gegenüber der am Taj liegt und habe mir noch einen sehr bekannten Markt angeschaut.

Nette Bekanntschaften habe ich in Agra auch wieder geschlossen. Nach dem ersten Tag kam Theresa im Hotel an, die kein Zimmer mehr bekommen hatte und da ich das so etwas mitbekam fragte ich sie ob wir uns ein Zimemr teilen sollten. Da eh jedes ein Doppelzimmer, mit Doppelpreisen ist, war uns das ganz recht. Natürlich hatten wir die Rechnung ohne unser Hotel gemacht, die dann mal locker 80% aufschlugen! Schweine!

Und schon bald sollte es dann weiter nach Rishikesh gehen. Was ich noch nicht wusste war, das ich bald das erste Mal meinen Zug verpassen und meine Pläne ändern musste. Nur gut das ich Theresa kennen lernte die da schon auf dem Weg nach Dehli war...

Aber davon ein ander Mal mehr:)

Freitag, 20.04.2012

Khajuraho & Orcha

Eine Nachtzugfahrt von Varanasi entfernt liegt Khajuraho. Das kleine Staedtchen ist bekannt fuer seine wunderschoenen Kamasutra Tempel, die zu den schoensten Indiens gehoeren.

Mein Gaestehaus war einfach komplett leer. Es ist viel zu heiss fuer die meisten Tourisen. Das hat Vor-aber auch Nachteile: Vorteil ist das ich nun die Zimmer noch etwas billiger bekomme, da es Nebensaisonpreise sind. Nachteil jedoch, das es recht verlassen und nahezu einsam hier ist. Mein Gaestehaus hatte einen wunderschoenen Garten.

  Gästehaus-Ausblick Khaju

Ich schaute mir also in den zwei Tagen in Khajuraho am Morgen die Tempelanlagen (West und Ost), hielt in der groessten Mittagshitze meine Siesta und genoss Nachmittags mein Buch im Garten. Nach Varanasi mal wieder eine willkommene Ruhe und Entspannung.

Ach da ich gerade dran denke, fuer alle die gerne noch mehr Eindruecke Indiens verspueren moechten kann ich noch zwei sehr gute Buecher empfehlen: "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry und das Buch, dass ich gerade lese und noch etwas spannender finde: "Shantaram" von Gregory David Roberts.

So nun zu der Hauptattraktion den Tempeln: Am ersten Tag war die Osttempelanlage dran. Ich heuerte einen Tuk Tuk Fahrer an, der mich von einem Tempel zum naechsten fuhr. Die Tempel waren wirklich wunderschoen. Es war ein wenig wie in Hampi, nur ohne Affen.Sehr kunstvoll verzierte Tempel, bei denen man nur noch staunen kann. Aber da ich das Gefuehl hab das nicht wirklich erklaeren zu koennen, schaut einfachdie Fotos:)

Am zweiten Tag war dann der Westblog an der Reihe. Hier musste Eintritt bezahlt werden, was sich aber wirklich lohnen sollte! Noch groessere und verblueffend gut erhaltende Tempel (6 an der Zahl) waren auf einer einzigen Flaeche untergebracht. Touris gabs dann auch wieder zu sehen. Herrje, eine Deutsche Pauschalreisegruppe auch, die mich etwas dumm musterten,nachdem ich eine Frau auf Deutsch darauf hinwies sie muss sich die Schuhe in dem Tempel ausziehen. Komische Deutsch, tzz:)

 

Östliche Tempelgruppe: Brahma Tempel Östliche Tg: Javari Tempel Östliche Tg: Adinath Tempel Östliche Tg: innerhalb der Jainistischen Mauern Westliche Temempelgruppe: Lakshmana Tempel Westliche Tg Westliche Tg: Kandariya-Mahadev Tempel Steinmetzarbeiten 1.... Steinmetzarbeiten 2...(womit auch die Kamasutra Geschichte belegt wäre) Westliche Tg: Kadariya Tempel (größter Tempel in Khaju)

 

An meinem Abend vor der Weiterreise wurde mir von Volkstaenzen erzeahlt die jeden Abend aufgefuehrt werden sollen. Und da ich ja weiter nichts zu tun hatte begab ich mich dorthin. Verrueckt wars teilweise etwas wie die Maenner da rumgehampelt sind. Aber zugleich auch faszinierend.

Tanzkultur aus Madhya Pradesh

Pat II: Orcha

Im Gegensatz zu Khaju. habe ich in Orcha direkt im Stadtinneren gewohnt. Mein Gaestehaus war gegenueber einer Hochzeit. Gar nicht gut. Ramba-Zamba bis Nachts um 3 und morgens gings um 9 wieder los. Selbst mit Ohropax konnte ich die sich staendig wiederholenden Hindisongs mitsummen. Grossartig.

In Orcha gab es riesige Tempel und Palastanlagen. Da es Ruienen waren udn alles wieder eher etwas Moslimischer als Hinduistischer angehaucht war, kam es mir vor wie eine grossssseee alte Burg. In einigen Burgfenstern gab es kleine Minibalkone, in denen ich mich dann mit meinem Buch ein Stuendchen ausruhte. Herliches Plaetzchen!

links: Chaturbhuj Tempel, rechts: Ram-Raja-Tempel Ram-Raja Tempel Raj Mahal (gegenüber meines Gästehauses) Raj Mahal Raj Mahal Jehangir Mahal Raj Mahal chillen auf dem Balkon des Jehagir Mahals

 

 

Ansonsten gibts von Orcha nicht viel zu berichen. Nach zwei Tagen Sightseeing gings weiter nach Agra.

Mittwoch, 18.04.2012

Varanasi

Also wenn mich jemand nach meine Reise fragen wird, was die weirdeste Stadt war, dann mit Abstand Varanasi! Nirgens hab ich mich so wohl und gleichzeitig unwohl gefuehlt, niemals war die Stadt so haesslich und dreckig und an anderen Stellen so schoen und sauber.Mein Gaestehaus war in einer ganz, ganz engen Strasse in der viele Touris ein und aus gingen. Gaestehauser, Geschäfte und alles moegliche war hier zu finden. Jedoch war ein Gang durch diese Strasse nicht immer mit Freude verbunden. Es war viel mehr ein Hindernisslauf zwischen unzaehligen Kackhaufen, toten Tieren und Dreck. Nicht allzu selten kam es vor das drei Kuehe an gleicher Stelle standen und es kein Durchkommen mehr gab. (Und zugegebenermassen habe ich seitdem mich diese Scheiss-Kuh mit ihren Hoernen in Pondicherry in den Arsch geboxt hat, etwas Respekt vor denen!) Wie auch immer, zumindest war dieser Weg die meiste Zeit kein Verknuegen und spiegelte die ekelhafte, Dreckseite Varanasis wieder. Zu meiner Ueberaschung sah ich in dieser Strasse ein Musikladen neben dem anderen und ich erfuhr schnell das Varanasi eins der fuenf Haupt-Musikstaedte Indiens sein soll. Tja und da ich auf meiner "Was ich unbedingt in Indien-machen-will-Liste" unter anderem Tabla lernen stehen habe, war fuer mich klar was ich am ersten Tag nach meiner Ankunft machen muss. Ich suchte eine Musikschule meines Vertrauens und so sollte ich die naechten 12 Tage, taeglich eine Stunde Tabla Unterricht an dem International Music Center Ashram bekommen. Mein Lehrer war glaube ich ziemlich gut, zumindest hatte ich ein gutes Gefuehl. Nach einigen Tagen war ich dann soweit und ich konnte meine eigene Tabla kaufen...Huiuiuiuiui, aufregend. Tja und jetzt hab ich das huebsche Stueck bei mir, auch wenn ich mcih nicht im geringsten darueber freue sie die naechten Wochen mitzuschleppen.

Meine Tablas:)


Varanasi laesst eigentlich keine Gruende leanger als vielleicht maximal 4 Tage zu bleiben (es sei denn man gehoert zu den verrueckten Musikern die hier laenger rumhaengen). Es gibt die Ghats zu besichtigen. Das sind die Plaetze an dem heiligen Fluss Ganges, an dem sich teaglich tausende von Indern waschen und sich ueberaus gluecklich fuehlen mit diesem Wasser des heiligen, mit Kolibakterien verseuchten Fluss in Beruehrung zu kommen. Jeden Abend um 19:00 werden bestimmte Zeremonien abgehalten. Hunderte von Menschen singen, streuen Blumen oder lassen Kerzen zu Wasser.

Ganges vom Boot aus 5:00 Bootsfahrt auf dem Ganges Ganges 19:00 Zeremonie am Ganges2 19:00 Zeremonie am Ganges

 Die wohl interessanteste und doch auch wieder verruecktete Stelle Varanasis ist der "burning Ghat". Es ist die Stelle an dem die Toten verbrannt werden. Fuer jeden Hindu ist es das hoechte in Varanasi zu sterben und ebenso heilig hier am Ganges verbrannt zu werden. Sie glauben das sie dadurch den Kreislauf von Leben und Tod durchbrechen koennen und so wiedergeboren werden. Bei einer Verbrennungszeromonie sieht man also zunaecht einige Maenner die einen mit Blumen und Tuechern beschmueckten toten Koerper durch die Stadt tragen, gefolgt von einigen anderen Maennern die singend Rauch verteilen. Wenn sie dann am Ganges ankommen wird der Leichnahm zunaecht ins Wasser getunkt um das heilige Wasser an die Leiche zu bringen. Danach wird die Feuerstelle vorbereitet. Es gibt verschiendene Holzsorten, je nachdem wie reich die Familie ist gibt es besseres Holz, das laenger brennt. Die Leiche wird dann von der Trage genommen und zwischen den Holzbarren platziert. Tja und dann angesteckt. Manchmal kann man dabei die Fuesse sehen, manchmal die Haare aber meistens nicht mehr, da alles von den Tuechern bedeckt wird. Ein Bekannter hat mir erzeahlt das wenn das Gehirn brennt man ein leichten Plopp hoeren kann. Ob das stimmt oder nur eine Schauergeschichte ist weiss ich nicht! Sobald alles verbrannt ist, wird die Asche in den Ganges gestreut. Die Feuer erloeschen nie. 24 Stunden am Tag werden Menschen verbrannt. Hunderte taeglich. Tja so strange kann Varanasi sein und ich moechte daran erinnern, das an gleicher Stelle andere im Ganges baden um nicht zu sagen plantschen. Ach und man sollte viellecht noch die Goldsucher erwaehnen. Sie sieben den Dreck des Ganges um Goldzeahnen oder Schmuck der Toten zu finden.


Fuenf Strassen weiter gibt es den besten Lassi in gan Indien. Das Blue Lassi serviert Lassis in allen Sorten und Farben. Grossartig. Mango-Strawberry-KoKussnuss? Kein Problem.Varanasi ist eine Stadt der Lassis.


Diese Woche war ein grosses Musikfestival in Varanasi. Jeden Abend begann es gegen 19:00 bis 5:00 morgens. Tabla Spieler in schwindelerregendem Tempo, Sitars, Floeten oder indischer Tanz war zu sehen. Nett,nett, nett. ich war bei der Eröffnung dabei und nochmal zwei Tage später, als ein berühmter Tabla Spieler angekündigt war.


Ansonsten habe ich in Varanasi zwei nette Deutsche aus Dresden besser kennen gelernt mit denen ich dann auch einen Tagesausflug nach Sarnath gemacht habe. Sarnath ist eine heilige Stadt für alle Buddhisten. Buddha soll hier seine erste Rede gehalten haben und noch heute wird sie täglich gegen 19:00 verlesen. Hier habe ich einen Hindi Tempel der Jains besichtigt. eine der strengsten Zweige des Hinduismuses. Hindus die sich dazuu zählen dürfen nichts essen was mit Tieren in Berührung kommt. Also auch keine Pflanzen die unterierdisch wachsen, da bei der ernte Tiere getäötet werden könnten. Sie laufen zudem meistens nackt rum (keine Ahnung warum) und haben andere strenge Regeln wie nur auf der rechten Seite ihres Körpers schlafen. Sehr verrückt.

Buddha Statur in Sarnath Buddha Schrein in Sarnath Schrein der Jains Sarnath


Was ist sonst noch in Varanasi passiert? Ach ja fast vergessen: Ich traf hier wieder auf meine aller erste Bekanntschaft in Indien. Ihr erinnert euch? Tatiana, die ich am Flughafen von Goa traf und dann mit ihr die ersten Tage in Anjuna verbrachte. Lustige Sache. Wir feierten also unser Wiedertreffen und hatten eine gute Zeit.
Zweites Treffen: 4 Monate später


Eigentlich wollte ich dann Varanasi dann auch mal bald verlassen, aber fast immer werde ich genau dann krank wenn ich weiter reisen will. So musste ich ein neues Zugticket zum Glück zwei Tage später (heute) kaufen. Und ich hoffe sehr das es heute Abend dann nach Kujaharo und den schönsten Tempeln Indiens geht!

Bye Bye

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